Mit kühlem Kopf das Überraschende erwarten – Management in einer global vernetzten Welt

„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“
Max Frisch

Die Welt scheint sich schneller zu drehen. In letzter Zeit kommt es in immer kürzeren Abständen zu verschiedensten Herausforderungen. Vermehrt ist zu beobachten, dass mehrere Störungen zeitgleich eintreten und sich gegenseitig bedingen. Somit wirken diese breiter und werden durch zunehmende Vernetzung auch verstärkt wahrgenommen. Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise stehen in Europa einige Länder vor dem Staatsbankrott, Währungsstabilitäten werden hinterfragt und Inflationsängste kommen auf. In Afrika und der arabischen Welt gibt es vermehrt politische Unruhen die (bis jetzt) im Nato-Einsatz in Libyen gipfelten. Die Naturkatastrophe in Japan führte zu einer neu entfachten, anhaltenden Energiedebatte und es droht ein Super-Gau. Insbesondere die davon ausgelöste Atomdebatte hatte schon kurzfristige politische Auswirkungen, indem sie sich mittelbar bzw. unmittelbar auf das Wahljahr 2011 ausgewirkt hat.

Besondere Rolle der IT

Der Informationstechnologie (IT) kommt eine besondere Rolle zu, da sie die Krisenanfälligkeit besonders treibt, indem sie globale Wertschöpfungsnetzwerke ermöglicht. Durch das „Enablen“ von neuen Netzwerken bietet die IT auf der einen Seite Chancen, birgt aber auf der anderen Seite (aufgrund von Wirkungsketten in diesen Netzwerken) auch Risiken, da sich in diesem Netzwerken lokale Störungen weltweit verbreiten lassen.

Weltweite Vernetzung

Durch diese weltweite Vernetzung sind neben global agierenden Großkonzernen auch kleine lokale Unternehmen immer mehr durch globale Faktoren beeinflusst. Das Management eines Unternehmens, aber auch die Politik und auch die Wissenschaft stehen vor erheblichen Herausforderungen, wie diese neuen Risiken bewältigt, gleichzeitig jedoch Chancen genutzt werden können. Will sich das Management ein Bild der externen Gegebenheiten machen, muss es sich unter Anderem mit den Themen Unsicherheit in den Märkten, (Natur-) Katastrophen, politische Instabilitäten und schnellere Konjunkturzyklen auseinander setzen, die wiederum nicht isoliert zu betrachten sind, sondern untereinander Abhängigkeiten besitzen. Daher sind Flexibilität und Anpassungsfähigkeit essentiell, um insbesondere vor diesem Hintergrund das „Überraschende erwarten“ zu können.

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(Die einzelnen Elemente des Bildes enthalten weiterführende Informationen.)

Im Rahmen der Konferenz Bridging the Gap VI soll eine intensive Auseinandersetzung mit diesen multidimensionalen Herausforderungen stattfinden und die genannten Themengebiete aus verschiedenen Blickrichtungen untersuchen. Dabei sind insbesondere folgende Fragestellungen relevant:

  • Welche Auswirkungen haben lokale Ereignisse auf globale Wertschöpfungsnetzwerke?
  • Inwieweit sind Krisen und ihre Folgen berechenbar bzw. kalkulierbar und vorhersehbar?
  • Welche Chancen haben sich während der Finanz- und Wirtschaftskrise geboten und welche wurden auch tatsächlich genutzt?
  • Welche Lehren wurden aus vergangenen Krisen gezogen und inwiefern konnten bzw. können in Zukunft die Auswirkungen neuerer Krisen damit gedämpft werden?
  • Inwiefern sind kontinuierliche, nachhaltige Planungen und Flexibilität vereinbar?
  • Welche Lösungen bietet die Wissenschaft für solch komplexe und schwer kalkulierbare Herausforderungen?

Nach einer einleitenden Key-Note, die sich mit den Aufgaben des Managements in einer global vernetzten Welt befasst, folgen weitere Vorträge mit Diskussionen zu den Themen Unsicherheit in den Märkten, (Natur-) Katastrophen, politische Instabilitäten und schnellere Konjunkturzyklen, die diese Fragestellungen aufgreifen.

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